Geschichte im neuen Stil: So wird gespielt
Erzähl eine einfache Alltagsgeschichte in einem überraschenden Stil nach – als Wetterbericht, Sportkommentar, Gute-Nacht-Geschichte – und lass die Gruppe den Stil erraten.
- 3–10 Spieler
- 15–30 Min.
- Kein Material
- Lebhaft

Kurzregeln
- Einigt euch auf eine schlichte Grundgeschichte, die alle kennen – „eine Tasse Tee kochen“.
- Jede erzählende Person bekommt heimlich einen Stil, etwa „Naturdoku“.
- Sie erzählt die Grundgeschichte bis zu einer Minute lang in diesem Stil.
- Wer den Stil zuerst errät, punktet – die erzählende Person auch.
So wird gespielt
- Die erzählende Person bekommt heimlich einen Stil.
- Sie erzählt die Grundgeschichte in diesem Stil nach. Alle Schritte der Grundgeschichte sollen weiterhin vorkommen, in der richtigen Reihenfolge.
- Der Stil darf nicht genannt werden, und auch nicht das Wort, das ihn am deutlichsten verrät – ein Sportkommentator darf nicht „Kommentar“ oder „Spiel“ sagen.
- Die Zuhörenden schweigen, bis die Erzählung vorbei ist oder eine Minute um ist, je nachdem, was zuerst kommt.
- Dann rufen sie ihre Tipps. Der erste richtige Tipp bringt der ratenden Person einen Punkt und der erzählenden ebenfalls.
- Errät es niemand in drei Versuchen, verrät die erzählende Person den Stil, und niemand punktet.
- Wer richtig geraten hat, erzählt als Nächstes. War die Person schon dran, geht es links weiter.
Vorbereitung
Was du brauchst
Nichts. Nur eure Stimmen.
Schön, wenn vorhanden:
- Grundgeschichten und Stilkarten aus dem Spielleiter-Modus
- Wählt eine Grundgeschichte – einen Alltagsablauf aus vier, fünf Schritten, den alle verstehen, etwa den Bus erwischen oder einen Hund baden.
- Sagt die Schritte der Grundgeschichte einmal laut, damit alle dieselbe Version haben.
- Legt fest, wie die Stile verteilt werden: der Spielleiter-Modus auf dem Handy, nur der erzählenden Person gezeigt, oder geflüstert von der Person rechts daneben.
- Bestimmt, wer zuerst erzählt – am besten eine freiwillige Person.
Beispielrunde
Die Grundgeschichte ist „eine Tasse Tee kochen“ – Wasserkocher füllen, aufkochen, Teebeutel in die Tasse, aufgießen, Milch dazu. Yusufs geheimer Stil ist „Naturdoku“. Er senkt die Stimme. „Hier, in der Stille der morgendlichen Küche, wartet der Wasserkocher. Er hat die ganze Nacht gewartet. Nun endlich: Wasser – und mit ihm ein Sinn. Betrachten wir den Teebeutel: klein, geduldig, perfekt an seinen Lebensraum angepasst …“ Als sich die Milch „vorsichtig aus dem Kühlschrank nähert“, hat Bea schon „Tierdoku!“ gerufen. Je ein Punkt. Bea zieht „Sicherheitsansage im Flugzeug“ und zeigt als Erstes auf die Notausgänge der Küche.
So endet das Spiel
Spielt, bis alle die Geschichte einmal erzählt haben. Wechselt nach vier oder fünf Nacherzählungen die Grundgeschichte, damit sie frisch bleibt. Die meisten Punkte gewinnen, auch wenn die meisten Gruppen nach der ersten Runde aufhören zu zählen und einfach mehr wollen.
Auf einen Blick
- Spieler
- 3–10 Spieler
- Am besten mit
- 4–8
- Spieldauer
- 15–30 Min.
- Vorbereitung
- 1 Min. Vorbereitung
- Material
- Kein Material
- Energie
- Lebhaft
- Lautstärke
- Mittel
- Bewegung
- Im Sitzen
- Im Sitzen
- Im Sitzen spielbar
- Wo
- Wohnzimmer, Esstisch, Wenig Platz, Draußen
Zeitangaben sind redaktionelle Schätzungen, keine Testergebnisse.
Lesen: Die erzählende Person liest oder hört heimlich eine kurze Stilvorgabe. Die Zuhörenden lesen nichts.
Gruppengröße: Minimum, Maximum und wie man aufteilt
Geschichte im neuen Stil braucht mindestens 3 Spieler und funktioniert bis etwa 10. Am besten ist es mit 4–8 Spielern.
Jede Nacherzählung dauert etwa eine Minute plus Raten, also sind zehn Spieler die Grenze für eine Gruppe. Bei mehr Leuten spielt in Teams zu 3–4, die gemeinsam eine Nacherzählung vorbereiten und vortragen – aus vierundzwanzig Leuten werden sechs kurze Auftritte, eine gute Länge.
Im Sitzen spielen. Erzählt wird vom Platz aus. Aufstehen für den eigenen Zug ist optionales Theater und nie Teil der Regeln.
Tipps für die Spielleitung
- Fang selbst mit einem leichten Stil an – einer Gute-Nacht-Geschichte –, um zu zeigen, dass dreißig Sekunden reichen.
- Biete nervösen Erzählern zwei Stile zur Auswahl an.
- Halte die Grundgeschichte extrem einfach. Der Witz entsteht aus dem Abstand zwischen einer langweiligen Aufgabe und einem großen Stil.
- Stile sind Arten zu sprechen, keine Imitationen bestimmter Menschen. Akzente oder Personen nachmachen ist tabu.
Varianten
Eine Sache ändern
Statt eines Stils ändert jede erzählende Person ein einziges Element – der Schauplatz wird der Mond, die Hauptfigur eine Katze, alles passiert rückwärts. Die Zuhörenden raten, was geändert wurde.
Team-Version
Teams zu dritt oder viert erzählen gemeinsam, jede Person übernimmt einen Schritt der Grundgeschichte im gemeinsamen Stil. Das Format passt zu großen Gruppen und zu allen, die nicht allein auftreten möchten.
Karten für dieses Spiel
Schlichte Grundgeschichten und Stile, in denen man sie nacherzählt. Stile sind Arten zu sprechen, niemals Imitationen echter Menschen.
Grundgeschichten
- Eine Tasse Tee kochen
- Den Bus erwischen
- Einen Hund baden
- Ein Brot schmieren
- Einen Brief einwerfen
- Eine Glühbirne wechseln
- Wäsche aufhängen
- Eine verlorene Socke finden
Stile
- Eine Naturdoku
- Ein Sportkommentar
- Eine Gute-Nacht-Geschichte
- Eine Sicherheitsansage im Flugzeug
- Ein Wetterbericht
- Eine Kochsendung
- Ein Krimi
- Ein Audioguide im Museum
- Eine Eilmeldung in den Nachrichten
- Ein Märchen
- Eine Motivationsrede
- Ein Filmtrailer
- Eine Bedienungsanleitung
- Ein Kommentar zum Pferderennen
Spielleiter-Blatt zum Ausdrucken
Wozu dieses Spiel passt
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Über dieses Spiel
Ein eigenes Format von Gather & Play, angelehnt an verbreitete Erzähl- und Improvisationsübungen; alle Grundgeschichten und Stile sind eigene Inhalte.
Redaktionell auf Klarheit und Stimmigkeit geprüft. Wir behaupten nicht, diese Seite mit Gruppen getestet zu haben. Redaktionelle Richtlinien.


