Stille Post mit Bildern
Gebt einen Satz um den Tisch, verwandelt ihn in eine Zeichnung und dann wieder in Worte – und schaut, was die Reise übersteht.
- Spieler 4–10 (am besten mit 5–8)
- Spieldauer 15–30 Min.
- Material Papier und Stift
- Bewegung Im Sitzen
Kurzregeln
- Alle schreiben oben auf ein Blatt einen Satz und geben es weiter.
- Die nächste Person zeichnet ihn, faltet den Satz weg und gibt weiter.
- Die nächste sieht nur die Zeichnung und schreibt, was sie darin erkennt.
- So geht es abwechselnd weiter, bis jedes Blatt zurück ist – dann aufklappen und vorlesen.
Vorbereitung
- Gebt jeder Person einen Stift und ein Blatt Papier, hochkant gehalten.
- Jede Person schreibt oben einen kurzen Satz – etwas Zeichenbares wie „eine Katze gibt einen Yogakurs“.
- Einigt euch auf ein Zeitlimit pro Zug. Eine Minute hält die Zeichnungen schnell und den Tisch in Bewegung.
So wird gespielt
- Alle geben ihr Blatt im selben Moment nach links weiter.
- Steht als Letztes ein Satz auf dem Blatt, zeichne ihn darunter – ohne Buchstaben oder Zahlen in der Zeichnung.
- Ist das Letzte auf dem Blatt eine Zeichnung, schreib darunter, was sie deiner Meinung nach zeigt.
- Falte das Papier vor dem Weitergeben so um, dass nur dein eigener Beitrag zu sehen ist.
- Gebt weiter und wechselt ab, bis jedes Blatt wieder bei der Person ist, die es begonnen hat.
- Klappt reihum ein Blatt auf und lest die ganze Kette laut vor, vom ersten bis zum letzten Satz.
So endet das Spiel
Das Spiel endet, wenn jedes Blatt einmal um den Tisch gewandert ist und vorgelesen wurde. Es gibt keine Punkte und keinen Sieger. Würde eine Kette mit einer Zeichnung enden, schreibt die Besitzerin oder der Besitzer vor der Auflösung die letzte Bildunterschrift.
Im Sitzen spielen
Wird ohnehin im Sitzen gespielt. Kein Schritt verlangt Aufstehen oder Bewegung.
Tipps für die Spielleitung
- Sag deutlich, dass schlechte Zeichnungen genau der Sinn sind; die besten Ketten entstehen aus ehrlichen Missverständnissen.
- Haltet das Zeitlimit ein. Lange, sorgfältige Zeichnungen bremsen den Tisch und machen die Ketten weniger lustig.
- Prüft jedes Mal die Faltung – eine einzige sichtbare frühere Zeile verdirbt die ganze Kette.
- Kleine Kinder dürfen in jedem Zug zeichnen; die Schreibzüge übernimmt der Erwachsene neben ihnen.
Varianten
Start mit einem Wort. Beginnt mit einem einzigen Substantiv statt eines Satzes – „Vulkan“, „Zahnarzt“, „Picknick“. Die Ketten driften langsamer, das passt zu Jüngeren und allen, die beim Zeichnen nervös sind.
Themenabend. Jeder Startsatz muss zu einem Thema passen, etwa einem Familienurlaub, der Jahreszeit oder der Geschichte, wie sich zwei Gäste kennengelernt haben. Themenketten sind schöne Andenken – schenkt jedes Blatt der Person, um die es geht.
Startideen: Tiere, die etwas vorhaben
- eine Katze gibt einen Yogakurs
- eine Giraffe steckt im Aufzug fest
- ein Pinguin liefert Pizza aus
- zwei Schnecken in einem sehr langsamen Rennen
- ein Oktopus strickt acht Schals
- ein Hund fährt den Schulbus
- ein Elefant versteckt sich hinter einer Laterne
- eine Maus stemmt Gewichte
Startideen: Unwahrscheinliche Leute und Dinge
- Oma gewinnt einen Skateboard-Wettbewerb
- ein Drache hat Angst vor einer Geburtstagskerze
- ein Schneemann im Strandurlaub
- ein Roboter lernt tanzen
- ein Pirat hat seine Karte in der Wäsche verloren
- ein Zauberer, der nur Toast machen kann
- ein König steht für ein Eis an
- der Mond trägt eine Sonnenbrille
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